Nimm das Leben wie es kommt

Hallo ihr Lieben ! Ich hoffe, dass jeder Einzelne von Euch das Wochenende in vollen Zügen genießt. Ich für meinen Teil entwickle allmählich eine Routine für meine Blogposts. Es scheint, was wären Sonntage ein wunderbarer Tag, um zu Schreiben. 🙂
Vielleicht hat der Ein oder Andere mitbekommen, dass mir die wunderbare Möglichkeit geschenkt wurde, einige meiner Bilder in meinem Friseursalon „Die Zwei“, mitten im Herzen von Aachen, aufhängen zu können. Ehrlich gesagt bin ich deswegen immer noch total platt ! Hätte ich das Anfang des Jahres gewusst, hätte ich es nicht für möglich gehalten. Warum ? Ach, das ist ganz einfach: Zweifel !
Zweifel, die sich mein Verstand zusammen sponn. Aber die Zweifel waren nicht allein. Sie wurden von Ängsten, einem verminderten Selbstwertgefühl und Sorgen begleitet. Lange Zeit habe ich mich davon dominieren lassen. Und so konnte sich mein Verstand die verrücktesten Gedanken und Sorge zurecht spinnen. Für mich eine einzige Höllen-Tour.
Nun ja, durch viele Gesrpäche und mein begonnenes Coaching begannen sich, meine verstricken Gedanken als „unwahr“ zu entpuppen. Ich begann sie zu hinterfragen und durfte immer mehr feststellen, dass sie völlig unbegründet waren. Ich bin mir sicher, dass Du auch schon Bekanntschaft mit den „negativen Gedankenspiralen“ machen durftest. Soweit so gut. Solange man die Kurve kriegt und feststellt, dass diese Gedanken mehr hinderlich als hilfreich sind.

Neben dieser Erfahrung, die meiner Selbstverwirklichung gravierend im Weg stand, war die Tatsache, dass ich meinem Prozess auf dem Weg zur Künstlerin nicht vertraute. Es war für mich undenkbar, dass alles was mir auf dem bisherigen Weg widerfuhr, förderlich und sinnvoll für meinen Erfolg sein würde. Gerade in den vergangenen Wochen tat ich mich sehr schwer damit:
bis September 2019 befinde ich mich in der Ausbildung zur Krankenschwester. Es ist ein wunderschöner Beruf, keine Frage ! Wenn da nicht der Schichtdienst wäre. Ich hatte das Gefühl weder Zeit noch Energie für meine Interessen, Hobbys und Leidenschaften aufbringen zu können. Ich fühlte mich ausgelaugt und war meine „deprimierten Episoden“ leid. Wozu machte ich es weiter ? Ich wusste mittlerweile, dass ich mit dem Malen mein Geld verdienen wollte. Ich war kurz davor, aus lauter Frust meine Ausbidlung hinzuschmeißen. Gott sei Dank habe ich es nicht getan ! Ich hatte viele verschiedene Gespräche über dieses Thema. Mein Freund, meine Mutter, mein Bruder, eine sehr gute Freundin von mir, mein Coach, ein Arbeitskollege meiner Mutter. Alle durften sie an meinem Frust teilhaben 😀 .

Bis auf wenige Ausnahmen rieten mir alle, das letzte halbe Jahr irgendwie fertig zu bekommen. Leichter gesagt als getan. Bei dem Gedanken an das Gefühl, wie ich mich nach 11 Tagen arbeiten fühlte, kam meine begeisterte Antriebslosigkeit freudig hervor und verlangte all meine Aufmerksamkeit. Der Gedanke daran, nicht jeden Tag Malen zu können, frustrierte mich. Die Tatsache, dass meine Zeiten fremd bestimmt wurde, machte mich wütend.  Das „Nein“ und die Ablehnung gegen die derzeitige Lebenssituation wurde von Sekunde zu Sekunde größer.

Bis…Mein Bruder schickte mir aus dem Buch „Die Gesetze der Gewinner“ (Bodo Schäfer), zugegeben man sollte das Buch umbennen (lach), ein Kapitel was heißt „Gesetz: Wachse an Deinen Problemen“. Dazu schrieb er mir lediglich „Lies das“. Gesagt getan.Während des Lesens blieb ich an einer Stelle hängen, die ich mit Euch teilen möchte:

“ Gewinner gehen auf folgende Weise mit Problemen um:

  • Unsere Art, das Problem zu sehen, IST das Problem. Wir nehmen Probleme oft zu ernst oder vergessen, dass sie eine Chance zum Wachstum bedeuten (…).
  • Es gibt keine Herausfordeurng, die nicht auch ein Geschenk für uns in den Händen hält. (…).
  • Probleme bilden die Chance, unseren Enflussbereich zu erweitern. Wenn Probleme auftauchen, müssen wir unsere Komfortzone verlassen. Daraus entstehen die großartigsten Dinge unseres Lebens. (…).
  • Wünschen Sie sich nicht einfachere Situationen, wünschen Sie sich mehr Fähigkeiten. Wünschen Sie sich nicht, dass Ihre probleme vergehen, sondern wünschen Sie sich die Fähigkeit, mit Problemen umzugehen.
  • Probleme bringen Großes in uns hervor. (…) Wir müssen aktiv sein, kreativ sein und schöperisch handeln.
  • Oft fehlt nur die Fähigkeit, das ganze Bild zu sehen. Wir beschreiben möglicherweise etwas als Katastrophe, weil wir nur einen kleinen Ausschnitt des gesamten Bildes sehen. Später erkenen wir oft, dass die vermeintliche Katastrophe das Beste war, was uns passieren konnte. „

 

Ich stutzte und hielt inne. Lag es „nur“ an meine Sichtweise auf die derzeitige Situationen, dass es mir so ginge ? War es mir möglich auch anders mit meiner Situationen umzugehen und das Gute, das Schöne, das Sinnvolle in den kommenden Monaten zu sehen ? In Gedanken versunken schilderte ich meinem Coach meine neu gewonnenen Erkenntnisse, sendete ihm anbei die Buchseiten zu und fragte ihn, was er davon halte. Er bat mich aufzuschreiben, weshalb ich unbedingt aus dieser Ausbildung heraus wollte. Ich war verwundert, aber tat, worum er mich bat.

Zusammengefasst wollte ich aus der Situation heraus, weil ich zum einen das Gefühl hatte, mein kreatives Potential nicht ausleben zu können. Der Grund ? „Zu wenig Zeit“ , Frustration, Müdigkeit. Was mich ebenfalls daran hinderte meinen sonstigen Anforderungen in meiner Freizeit zu erfüllen.
Zum Anderen kratzte es sehr an meinem Ego, dass ich , vermeintlich, meinen eigenen Ansprüchen als Krankenschwester nicht gerecht wurde. Das hatte zur Folge, dass mein innerer Kritiker während der Arbeit immer lauter in mir herum blöckte, wie schlecht ich doch alles machen würde, wie müde ich sei und dass alle Anderen wesentlich geeigneter für diesen Beruf wären, als ich. Jetzt weiß ich, dass das nicht stimmt .

Nun ja, das führte mich in einen Teufelskreis der Antriebslosigkeit, der Erschöpftheit und der Hoffnungslosigkeit.

Ich war von mir selber überrascht. Meine akutelle Lebenssituation schien sich plötzlich ganz leicht zu erklären: ich hatte meinen Teufelskreis durchblickt, halleluja ! Ich selber war dafür verantwortlich, wie es mir ging. Beziehungsweise mein innerer Kritiker sorgte mit größtem Fleiß für mein zunehmend sinkendes Wohlbefinden. Wenn es nach „Ihm“ ginge, läge ich wahrscheinlich den ganzen Tag auf der Couch. Wobei ich glaube das er selbst da etwas an mir auszusetzen hätte (Lach).

Anbei: Ich bin ein großer Freund des „Instanzenmodell“ nach Sigmund Freud, weshalb ich davon überzeugt bin, das jeder Menschn einen „Inneren Kritiker“ in sich hat.

Jetzt hieß es, meine Sicht der Dinge zu ändern. Und das geschah mit großem Erfolg ! Ich sah meine Situation nun mehr als Herausforderung, die mir mein Leben brachte, weil es mir etwas schenken wollte. Was, das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Aber ich vertraue darauf, dass die Ausbildung ihre Richtigkeit hat. Und da war es endlich wieder: mein Vertrauen ins Leben !

Viel zu lange hatte ich dem Leben misstraut und mit größtem Eifer versucht, mein Leben zu kontrollieren. Fazit war immer, dass sich das Leben, Gott sei Dank, nicht kontrollieren ließ. Es kommt wie es kommt. Situationen werden eintreffen, mit denen keiner bewusst gerechnet hätte – aber ich versichere euch, dass sie kommen werden. Und egal wie ft wir versuchen, ihnen zu entweichen, sie werden doch immer wieder zurück in unser Leben finden. Bis wir sie annehmen.
Das Leben funktioniert nicht durch Planen und Strukturiertheit. Das Leben richtet sich nicht nach den Wünschen die aus Bequemlichkeit heraus resultieren. Das Leben will gelebt werden! Das Leben will das wir leben. Es will das wir mit ganzem Herzen Lernen und Wachsen. Das wir über uns hinaus wachsen !

Das Leben ist nicht gegen uns. Es ist für uns. Nur haben wir verlernt, dem Leben zu vertrauen. Mich eingeschlossen ! Wir haben nie gelernt, jedes noch so unangenehme Gefühl wirklich zu fühlen und neugierig zu gucken, was es mit uns macht.
Statt dessen haben wir gelernt, wie man flink vor unangenehmen Siutationen wegläuft. Ich weiß wovon ich rede. Aber denkt ihr, dass wir damit „davon kommen“ ? Ich weiß nicht warum, aber ich glaube fest daran, dass wir so lange unangenehme Situationen durchleben werden, bis wir uns ihnen stellen und „JA!“ zum Leben sagen.

 

Ich bin so dankbar, dass ich in den vergangenen Tagen wieder daran erinnert wurde, dem Leben zu vertrauen ! Ich will ihm Vertrauen. Und ich tue es. Ich vertraue darauf, das alles seine Stimmigkeit hat und hinter allem ein tieferer Sinn ist. Ich weiß, dass das Leben für mich ist. Ich weiß, dass das Leben für jeden Einzelnen von uns für uns ist.

 

 

 

Also, was ist mit Dir ? Traust Du Dich dem Leben zu vertrauen ? Traust Du Dich, „JA!“ zum Leben zu sagen ? Traust Du Dich das Leben so anzunehmen wie es kommt ?
Ich wünsche es mir von ganzem Herzen für Dich ! Für jeden Einzelnen von Euch.
Wenn Vertrauen in Dich, wenn Vertrauen in Dein Leben, wenn Vertrauen in die Welt in Dir ist, dann ist kein Platz mehr für negative Gedanken. Dann ist kein Platz mehr für den inneren Kritiker.
Wenn Vertrauen da ist, dann bist Du dazu in der Lage Deine Leidenschaft, Deinen Traum, real werden zu lassen! Vertraue dem Leben. Es ist immer für Dich.

Ich weiß, dass der Weg dorthin nicht leicht ist. Ich weiß auch, dass sich sowas rosiger anhört als es sich in der Praxis zeigt. Ich stecke selber mitten drin 😀 . Aber ich weiß auch, dass es sich lohnt. Und ich dankbar für alle Herausforderungen, die mir mein Leben schenkt. Ist der Beginn meiner kleinen Galerie nicht Beweis genug dafür ?
Trau Dich. Und fang an, Dein Leben zu lieben. Nimm es an, Feire es, Vertraue ihm.

Zeig der Welt, was schon so lange in Dir schlummert.

Schenk Dir selber wieder die Fähigkeit zu Vertrauen.

 

 

Sei herzlichst gedrückt ,

 

Deine Laura